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Das Kunstmuseum in Beijing lässt mir noch keine Ruhe.
Nachdem wir einige Räume mit mehr oder weniger platten Werken des „Sozialistischen Realismus“ durchwandert hatten, in denen beglückt strahlende Menschen von der Sonne des Großen Vorsitzenden erleuchtet werden (ich kenne solche Bilder von damals zur Genüge), brach die Sequenz abrupt ab und wir fanden uns in einen Raum mit dem Motto „Traumas and Reflection„.
Hier ist das berauscht-seelige Lächeln einem fragenden, skeptischen, ernüchterten Blick gewichen. Der Stil ist meist realistisch oder – was damals aktuell war – fotorealistisch. Aber die Farben sind dunkler, und der Inhalt radikal verschieden von dem, was vorher obligatorisch war.
Leider sind von diesen Bildern nur wenige ausgestellt. Aber sie gingen mir sehr nahe. Sie bringen eine Illusionslosigkeit zum Ausdruck, die man als eine Unterströmung des heutigen China begreifen muss.

程丛林 Chéng Jungle, ‚xx. xx. 1968 Schnee‘, 1979

李斌, Bin, Sacrificing Oneself, 1980

Dies ist das einzige Bild, das in der online-Bibliothek des Museums nicht zu finden war.

油画 Wang, Bole, 1980

油画 Duoling, Spring is Awake, 1981

朱毅勇, Zhuyi Yong, Village Shop, 1984

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