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In Ningbo ließ ich in der Eile meinen in Zürich gekauften neuen Panamahut im Hotel. Bis zur letzten Minute hoffte ich, dass er rechtzeitig zum Hotel in Hangzhou nachgeschickt werde, aber nun sausen wir – ohne Hut – im Hochgeschwindigkeitszug mit über 300 km/h nach Beijing.
Der Zug übertrifft an Komfort den von Quanzhou nach Ningbo nochmal locker. Sechseinhalb Stunden dauert die Fahrt von Hangzou nach Beijing, und nach 1633 km kommt er auf die Minute pünktlich an. Da hat selbst die schweizer SBB Mühe mitzuhalten, von der deutschen Bahn ganz zu schweigen.
Der Nachteil ist, dass die Landschaft unerklärt vorbeirast; näher als im Flugzeug, aber doch weit weg. Wir überqueren den Jangtse, einen etwas unspektakulären Gelben Fluss, erleben insgesamt 5 Minuten Sonnenschein, sonst verschiedene Abstufungen von Dunst. Über weite Strecken wohlgepflegte, aber menschenleere Felder.

In den Bahnhöfen in Hangzhou und Beijing sprudelt das Leben , anders als in dem riesigen aber sonderbar unbelebten Bahnhof außerhalb von Quangzhou. Dann stellt sich heraus, dass unser neuer lokaler Reiseleiter Peter einen zu kleinen Bus geordert hat, aber mit pragmatischer Improvisation gelingt es ihm und dem Busfahrer, sowohl unsere Koffer, als auch uns in das Gefährt zu stopfen und wohlbehalten zum Peace Hotel zu bringen.

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