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Wir besuchten den Kaiyuan Tempel – eine große buddhistische Anlage, die seit 686 AD genutzt und immer wieder erneuert wurde. Einige Elemente (die sonst im chinesischen Buddhismus nicht vorkommen) zeigen indischen Einfluss. In einer der Hallen beobachteten wir eine buddhistische Beerdigung; die Luft war erfüllt vom Duft der Räucherstäbchen, und Papiergeld wurde verbrannt.

Das „Quanzhou Museum for Overseas Communications History“ ist der eigenartigen Geschichte der Chinesischen Hochsee-Schiffahrt gewidmet. Der etwas vergammelte real-sozialistische Neubau von 1991 enthält Schiffsmodelle; er dokumentiert, wie in vieler Hinsicht der Schiffbau in China dem europäischen lange und weit überlegen war. Die glorreiche Vergangenheit der Chinesischen Hochseeschiffahrt erlebte ihren Höhepunkt in den Expeditionen des Zheng He 1405-1433 bis nach Afrika. Danach befand der Kaiser, dass das Ausland China nichts zu bieten hatte und löste die riesige Flotte auf. Danach kamen die Europäer.

Am Nachmittag schlenderten wir zu zweit durch Quanzhou, erlebten das pulsierende Leben auf den Straßen – gibt es eigentlich nur junge Leute hier? – konsumierten einen Mangosaft hier, einen Cappucchino (Lavazzo – Italy’s favorite Coffee) dort, kamen in einen heftigen Regenguss, fanden Unterschlupf in einem der zigtausend kleiner Läden mit lieben fröhlichen Menschen dort – gibt es eigentlich nur junge Leute hier? – und beendeten unseren Abend in unserem Stammlokal abseits der Straße mit zwei sehr frischen und leckeren Fischen, Tsingtao Bier und super-freundlichem, herzerfrischend entgegenkommendem Personal. Der Inhaber – endlich mal ein Mensch unserer Generation – versuchte, uns am Schluss in ein Gespräch zu verwickeln, was aufgrund völliger Unkenntnis der gegenseitigen Sprachen eine erstaunlich gesellige Sache war.